als ich vorhin neben lenas bett saß, ihre hand gestreichelt und gewartet habe, dass sie einschläft… da überkam mich plötzlich wieder dieses schlechte gewissen. immer öfter denke ich in solchen und anderen situationen daran, wie es wohl in ein paar wochen sein wird, wenn lena nicht mehr meine ungeteilte aufmerksamkeit haben wird. lena ist ein richtiges mamakind. das war sie schon immer. liegt sicher viel daran, dass der papa unter der woche so gut wie nicht da ist und lena viele monate ihres lebens alleine mit mir verbracht hat, weil die restliche familie weit weg von uns wohnt. ich frage mich dann immer, wie ich meine aufmerksamkeit und liebe teilen soll. wie es dann möglich sein soll, mit lena unsere rituale weiterzuführen. wie wird es, wenn ich zb beim einschlafen ein baby auf dem arm habe oder das baby derweil im stubenwagen liegt und vielleicht grad weint? ich hab keinen ehemann, der sich dann um anna kümmern kann. es gibt unter der woche nur mama. wie soll das funktionieren????
was mit dann aber auch immer erschreckt, ist der gedanke, dass ich nur lena gegenüber ein schlechtes gewissen habe. anna gegenüber nicht. sie wird doch schlußendlich diejenige sein, die nicht dieselbe aufmerksamkeit bekommen wird wie lena es bis jetzt hatte. hat nicht anna auch ein anrecht auf ungeteilte aufmerksamkeit? es sind kleinigkeiten und dann so dinge wie zb babyschwimmen oder pekip. mit lena hab ich das alles gemacht. mit anna wird das nicht möglich sein. denn was soll ich mit lena in der zeit machen? klar, lena ist 3 nachmittage die woche im kindergarten. aber die zeit wird wohl für haushalt und andere dinge drauf gehen, so wie jetzt. weil es mit einem 18 monate alten kind einfach schwierig ist. also wird anna wohl so eher nebenher laufen. wie ich es schon öfters von 2-fach-mamas gehört habe. aber irgendwie “stört” mich der geganken noch nicht. kommt das dann, wenn anna in meinen armen liegt? oder ist es einfach so, weil anna “das pech” hat, 2.geborene zu sein?
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