mein armes kind

gestern waren wir spontan noch bei mamas nachbarin im garten, weil sich da die halbe nachbarschaft getroffen hat. da war auch e., die 2 wochen älter als lena ist. lena war schon ein bisschen müde und dementsprechend zurückhaltend. dann hat sie sich aber doch mal raus auf den rasen getraut um fussball zu spielen. und da stürmt e. auf lena zu, zieht sie richtig an den haaren, kneift in die backen und ärmchen. lena hat natürlich geschrien wie am spieß. es muss auch richtig weh getan haben, nur schon beim zuschauen. also hab ich lena zu mir auf den schoß genommen. dann hat sich lena doch nochmal runter getraut. und sofort kam e. wieder zu ihr und hat noch viel mehr gezwickt und gekratzt. lenas arm und backen waren feuerrot. e.´s mama hat natürlich mit ihrer tochter geschumpfen, dass man das nicht machen darf weils weh tut ect. lena blieb dann bei mir sitzten, aber e. kam immer wieder her und hat versucht lena weh zu tun. und einmal hat sie es doch geschafft und sich richtig in lenas bäckchen gekrallt. ich hab versucht die hand wegzunehmen, ohne lena noch mehr weh zu tun. da kam dann auch die mama um den tisch gestürmt und hat e. richtig fest ein paar mal auf die finger gehauen und ihr dann in die backe gekniffen. und ich bin mit lena nach hause weil wir genug hatten. der mama war das natürlich alles sehr peinlich.

wie reagiert ihr in so einer situation? normalerweise bin ich der meinung, dass die kinder ihre kämpfe austragen sollen. aber e. war einfach nur böse. und lena wollte/konnte sich nicht wehren und hat einfach geweint, weil es wirklich verdammt weh getan haben muss. einerseits kann ich die reaktion ihrer mutter dann verstehen, weil die ganzen erklärungen einfach nicht geholfen haben. aber ich würde mein kind trotzdem nicht so behandeln sondern halt mit ihm wieder reingehen oder weggehen. später haben sich die beiden übrigens wieder im garten getroffen und ganz friedlich miteinander gespielt, als ob gar nichts gewesen wäre…

4 Antworten zu “mein armes kind”


  1. 1 larissa Mai 12, 2008 um 1:47 Uhr nachmittags

    Eliano hat ja fast 1 Jahr lang Kinder angefallen, gebissen und ihnen das Gesicht blutig gekratzt. Alles erklären, wegnehmen und sofortiges Verlassen des Spielplatz etc. haben gar nichts gebracht. Ich stand daher immer ein Schritt hinter Eliano und habe außerdem alle Eltern vorgewarnt. Gehauen habe ich Eliano nie, auch als klar war, dass alles “reden” und alles konsequent Handeln nichts bringt. Wie soll ich ihm vermitteln, dass das nicht in Ordnung ist, wenn ich genau das gleiche mache?!

    Einzige eine Mutter auf dem Spielplatz (und Vreni, als sie mal mit Tobias zu Besuch war), die einen ähnlichen Rabauken hatte, meinte, wir sollen die beiden das mal unter sich ausmachen. Das war die gleiche Gewichtsklasse und wir hatten gehofft, dass wenn sie das mal am eigenen Körper erleben, vielleicht die Einsicht über sie kommt. Das aber auch nichts gebracht.

    Ich hatte übrigens überhaupt kein Problem damit, wenn andere Eltern ihr Kinder verteidigt und dabei Eliano auch etwas robuster angefasst haben. Ich konnte ja nicht immer 100%ig alles im Auge haben und Eliano hat diesen Kinder wirklich SEHR weh getan.

  2. 2 rosa67 Mai 12, 2008 um 8:57 Uhr nachmittags

    Das ist immer eine schwierige Frage! Ich finde, dass Larissa das schon ganz gut beantwortet hat. Was mir nur aufgefallen ist: Die Kleene hat Lena ins Gesicht gekniffen und sie dort gekratzt, die Mutter hat strafenderweise dasselbe mit der Kleinen auch gemacht. Eigentlich ist es dann keine Frage, warum die Kleine das bei Lena gemacht hat, denke ich.
    Arme Lena, jedenfalls :-)

  3. 3 simone alias schutzengel Mai 13, 2008 um 8:31 Uhr vormittags

    ich seh das wie rosa…
    wenn die mama es dann auch nochmal bei ihr macht. vorbildfunktion. die kleinen ahmen doch alles nach. woher soll die dann wissen dass man das nicht soll und darf wenn ihre mama es auch bei ihr macht.
    das finde ich immer am unpassendsten wenn so situationen sind.
    wir erklären hier auch nur immer dass man das nicht soll weil der andere das nicht mag und es ihm weh tut.
    was bei uns gut hilft ist, wenn es die mutter vom “opfer” dem “täter” sagt. da ist anscheinend doch noch viel mehr respekt da!!!

    alles liebe der kleinen lena maus!

  4. 4 claudia Mai 13, 2008 um 9:49 Uhr vormittags

    ich bin eben auf der meinung, dass ich es meinem kind nicht dadurch beibringen kann, in dem ich selbst gewalt anwende.

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